Restrisiko - oder die Arroganz der Macht - 2. Teil unserer Atomkraft-Trilogie

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"Restrisiko" ist ein Dokumentarfilm um einen Erörterungstermin zur zweiten atomrechtlichen Teilgenehmigung der Wiederaufbereitungsanlage bei Wackersdorf im Sommer 1988.

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Während hinter den stacheldrahtbewehrten Sicherungsanlagen der zukünftigen Wiederaufarbeitungsanlage bei Wackersdorf die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen, das Brennelementeeingangslager kurz vor seiner Inbetriebnahme steht, lädt das Bayerische ”Umweltministerium” als zuständige Genehmigungsbehörde zum Erörterungstermin zur 2. Atomrechtlichen Teilgenehmigung nach Neunburg vorm Wald.

Die 881.000 Menschen, die gegen den Bau der WAA schriftlich Einwendungen erhoben hatten, sollen in einer Bierhalle des abgelegenen 8.000-Seelendorfes ”angehört” werden. Hoch oben auf einer Tribüne die Herren der Genehmigungsbehörde, zu ihrer Rechten die Herrn der Betreibergesellschaft, zu ihrer Linken die Herren des TÜV und andere unabhängige Gutachter. Wachleute schirmen sie vor dem Volk in der überfüllten Halle ab.

Der Film dokumentiert, wie die Demokratie-Schauveranstaltung das RESTRISIKO, das die Demokratie für die Atomlobby darstellt, ausgeschaltet wird. Er entlarvt, mit welcher Arroganz die Mächtigen die begründeten Ängste und Einwände von Bürgern und Wissenschaftlern ignorieren – nach Recht und Gesetz. Der Film ist ein historisches Dokument zum Thema Wiederaufarbeitung, Atomkraft und Demokratie.

1. Teil der Atomkrafttrilogie: Spaltprozesse

3. Teil der Atomkrafttrilogie: Das achte Gebot

„RESTRISIKO oder die Arroganz der Macht ist ein erschütterndes Dokument. Der Film entlarvt, dass in diesem Land gesicherte Erkenntnise und ethisch-moralische Positionen nichts zählen, wenn es um Geld und Macht geht.“ (Natur 1989)

„Was wir da jetzt sehen, ist spannender als es jeder Spielfilm beschreiben kann. Es ist so überwältigend, aber gleichzeitig auch so berührend, dass ich für mich diesen Film als den ersten großen Höhepunkt der Berlinale ansehe...“ (Ullrich Pönach - im RIAS II 1998)

„Der Film zeigt, dass Demokratie täglich aufs neue erkämpft werden muss, sonst stirbt sie, und er bestätigt, was die Ignoranz der Atomindustrie betrifft, die schlimmsten Befürchtungen der Umweltschützer. Eigentlich müsste RESTRISIKO in den nächsten Jahren zuum Pflichtstoff im Politikunterricht der Schulen werden. Aber damit ist wohl nicht zu rechnen.“ (Harald Martenstein, Die Wahrheit, 1998)

Ausgezeichnet mit 5 Preisen:

Friedensfilmpreis - Besondere Erwähnung, Berlin International Film Festival 1998 -- Hauptpreis, Ökomedia Freiburg 1989 -- Nominiert als deutscher Beitrag zum Europäischen Filmpreis 1989 -- Hauptpreis, Ökomedia, Freiburg 1989 -- Förderpreis der Stadt Freiburg 1989

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Technische Daten

Länge
93 min
Verfügbare Sprachen
deutsch
Jahr
1988
FSK
ab 0 freigegeben
ISBN
978-3-935573-65-8

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